1. Integrationskonferenz des Burgenlandkreises

Sehr geehrter Herr Reiche,
sehr geehrte Frau Gloede,
sehr geehrte Damen und Herren,

leider kann ich nicht persönlich an der ersten Integrationskonferenz des Burgenlandkreises teilnehmen, da zeitgleich die Plenarsitzung des Landtages von Sachsen-Anhalt in Magdeburg stattfindet. Erlauben Sie mir daher, auf diesem Wege ein paar Worte an Sie zu richten und mich für die Einladung recht herzlich zu bedanken.

Zuerst möchte ich meiner Freude Ausdruck verleihen, dass diese Konferenz zustande gekommen ist. Damit besteht die Möglichkeit, die vielfältigen Initiativen, Vereine und Verbände im Bereich der Integrationsarbeit in unserem Landkreis an einen Tisch zu bekommen, um Erfahrungen und Anregungen auszutauschen und das gemeinsame Anliegen weiter voranzubringen.

Integration ist ein zentrales Element, um Extremismus und Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken. Es gilt Vorurteile abzubauen und ein interkulturelles Zusammenleben zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen, wie es so schön in der Einladung zu dieser Veranstaltung formuliert ist. Der Weg dahin ist lang und mit vielen Hindernissen versehen, aber es ist richtig und notwendig, sich auf diesen Weg zu begeben.

Ich möchte an dieser Stelle sehr intensiv für die sprachliche Integration werben, da Sprache den Schlüssel für gegenseitiges Verständnis im doppelten Wortsinn bedeutet. Es gibt in unserem Landkreis schon einige Initiativen, die sich dieses Themas angenommen haben. Diese gilt es fortzuführen und wenn möglich, auch auszubauen. Wir müssen aber auch den Blick auf die weitere Entwicklung der betroffenen Menschen richten, inwieweit solch „weitergebildeten“ Personen auch wirklich integriert werden im ersten Arbeitsmarkt, im kulturellen und gesellschaftlichen Leben.
Wir müssen verstärkt die Ganzheit des Problems sehen, ohne die wichtigen Einzelinitiativen zu vernachlässigen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie werden in mir als Sprecherin des Naumburger Bündnis für Demokratie immer eine engagierte Mitstreiterin haben, wenn es gilt, gemeinsam für Demokratie und Toleranz einzutreten und zu werben. Aus diesem Grund bin ich sehr an den Ergebnissen dieser Konferenz interessiert und stehe auch in Zukunft als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Integration von fremden Kulturen und damit verbunden die Toleranz gegenüber anderen Lebenswelten bildet eine wichtige Grundlage unsere Demokratie. Die Akzeptanz von anderen Lebensweisen, Kulturen und Meinungen ist eine bedeutende Barriere gegenüber extremistischen Verhaltensweisen.


Dies unterstreicht die Wichtigkeit solch oft ehrenamtlich organisierten Arbeit mit „Anderen“, was leider heute nicht mehr selbstverständlich ist. Es tut daher sicherlich gut, zu sehen, wie viele sich in diesem Bereich engagieren und welche Fortschritte bereits erreicht wurden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und danke für Ihr Verständnis, dass ich heute nicht anwesend sein kann.

Mit freundlichen Grüßen

Krimhild Fischer
Mitglied des Landtages

 

Landtag von Sachsen-Anhalt

Naumburg (Saale)

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