Gründungsaufruf

Am 23. Mai 2005 wurde unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten a.D. Herrn Prof. Dr. Adolf Spotka und des Ministerpräsidenten Herrn Prof. Dr. Wolfgang Böhmer im Landtag das Netzwerk für Demokratie und Toleranz in Sachsen-Anhalt gegründet.

Dieses muss in den Regionen aktiv unterstützt und somit breiter aufgestellt werden.

Die Vorkommnisse in Sachsen-Anhalt zeigen deutlich, wie wichtig Aufklärung, Informationen und Gesprächsangebote auf der Basis lokaler Netzwerke sind.

Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt müssen auf Landes- wie auf lokaler Ebene auf organisierten Widerstand treffen.

Unser gemeinsames Ziel muss es weiterhin sein, demokratische Überzeugungen gerade bei jungen Menschen zu fördern.

Dass die Kirchen, die freien Träger, Bürgervereinigungen, Gewerkschaften etc. bereits auf diesem Gebiet aktiv sind, wird ausdrücklich begrüßt und unterstützt.

Es gilt aber, all diese zivilgesellschaftlichen Kräfte zu bündeln und auszubauen, um gemeinsam für mehr Demokratie und Toleranz einzustehen und aktiv gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt vorzugehen.

Zu den Aufgaben, die sich das „Naumburger Bündnis für Demokratie“ stellt, zählen insbesondere:

  • Demokratie in Schulen
    Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Schulen zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit und Förderung des Demokratiegedankens. Hierzu wird in praktischer Umsetzung die Errichtung eines Jugendparlamentes ausdrücklich unterstützt.
  • Integration fördern
    Projekte, die die Integration der Bürgerinnen/Bürger mit Migrationshintergrund fördern
  • Erarbeitung eines ortsbezogenen Konzeptes zur Stärkung der Demokratie und Menschenfreundlichkeit

Alle Naumburger und Naumburgerinnen, alle Verbände und Institutionen sind aufgerufen, sich dem Naumburger Bündnis für Demokratie und Toleranz anzuschließen.

 

 

Landtag von Sachsen-Anhalt

Naumburg (Saale)

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